• Alexandra Endres

Der Protest der Frauen in Mexiko: #NoMeCuidanMeViolan

Aug 23

„In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Morde an Frauen mehr als verdoppelt, heute zählt man jeden Monat 270 Femizide. Die Anzeigen wegen sexuellen Missbrauchs an Mädchen unter fünf Jahren haben sich mehr als verdreifacht – und das sind nur die Anzeigen. Jedes Jahr werden mehr als 11.000 Mädchen zwischen zehn und 14 Jahren schwanger, nachdem sie sexualisierte Gewalt erfahren haben. Das sind Daten aus offiziellen Quellen. Wir erleben alle jeden Tag, was sie bedeuten.“

Wo ist Bruno Avendaño?

Feb 10

Heute vor genau neun Monaten, am 10. Mai 2018, verschwand Bruno Alonso Avendaño: ein Marinesoldat aus dem Ort Tehuantepec, gelegen im Bundesstaat Oaxaca, Mexiko. Eigentlich war es ein unbeschwerter Tag, denn Bruno Avendaño hatte frei. Er fuhr nach Tehuantepec, um seine Mutter zu besuchen – und tauchte nicht wieder auf.

Bis heute gibt es keinen Hinweis darauf, was am 10. Mai 2018 mit Bruno Avendaño geschehen ist. Bis heute drängt seine Familie die Behörden, zu ermitteln. Bis heute verstehen sie nicht, was damals passiert ist und warum. Seit neun Monaten hoffen sie auf ein Lebenszeichen. Bruno ist einer von 37.000 Menschen, die in Mexiko spurlos verschwunden sind.

Lukas Avendaño ist Brunos Bruder: ein Tänzer, Anthropologe und Performancekünstler, der seine Kunst nutzt, um Aufmerksamkeit für seinen verschwundenen Bruder zu schaffen. Er drängt auf Aufklärung, wo er nur kann – auch wenn er für Auftritte im Ausland unterwegs ist: „¿Dónde está Bruno Avendaño?“ fragt er immer und immer wieder, in Interviews, auf Facebook und in seinen Performances: „Wo ist Bruno Avendaño?“.

Lukas Avendaño – Foto: Mario Patiño

„Bolsonaro ist den Evangelikalen etwas schuldig“

Nov 14

Politische Evangelikale gewinnen an Einfluss in Lateinamerika. Sie prägen mit ihrem konservativen Weltbild Debatten über Geschlechterrollen, Familienverhältnisse und Sexualität, und die Wahlempfehlungen ihrer Pastoren beeinflussen das Stimmverhalten der Wähler. Jüngstes Beispiel ist Brasilien. Welche Folgen hat das für die Gesellschaften?

El Chapo, der Drogenhändler der Regierung

Nov 14

Als der Mafiaboss Joaquín Guzmán im Jahr 1993 das erste Mal verhaftet wurde, brachten mexikanische Sicherheitsbeamte ihn mit einer Boeing 727 in die Nähe von Mexiko-Stadt. Einer von ihnen verhörte El Chapo noch während des Flugs. Der Drogenhändler belastete in seinen Aussagen nicht nur seine Chefs und Kumpanen, sondern auch hochrangige Mitglieder der mexikanischen Generalstaatsanwaltschaft. Er sagte, sie hätten ihn beschützt. So beschreibt es die Journalistin Anabel Hernández.

Die Zukunft ist 4.000 Kilometer entfernt

Okt 25

Es ist nicht ungewöhnlich, dass Migrantinnen und Migranten aus Zentralamerika durch Mexiko ziehen mit dem Ziel, in die USA gelangen. Wenn sie es aber in einer Gruppe von mehreren Tausend Menschen tun, dann sorgt das für Aufregung. Vor allem in den USA, wo Präsident Donald Trump die Nachrichten über den Flüchtlingstreck für seine eigenen Wahlkampfzwecke nutzt – und durch seine Tweets wird der Marsch der Flüchtlinge dann auch in Deutschland zur Nachricht.