• Archive: Arm & Reich

Der Kreuzweg der Migranten

Apr 4

Sie sagen, sie befänden sich auf einem Kreuzweg. Aber es sind keine religiösen Pilger, sondern Migranten, eine große Gruppe aus über tausend, manchen Medien zufolge sogar 1.500 Personen. Zu ihr gehören Männer, Frauen, allein reisende Kinder, Junge und Alte, Kräftige und körperlich Schwache, aus Honduras, El Salvador, Nicaragua und Guatemala. Sie wandern zu Fuß durch den Süden Mexikos, auf der Flucht vor Gewalt, Armut und Aussichtslosigkeit, und sie hoffen auf Asyl oder zumindest die Anerkennung als Flüchtlinge. Manche wollen in Mexiko bleiben. Andere zieht es in die USA.

Venezuelas Präsident schwärmt von seiner Kryptowährung

Feb 22

Vor ein paar Tagen postete ich hier eine Notiz zur Ankündigung Venezuelas, eine eigene Kryptowährung auf den Markt zu bringen. Am Dienstag war es so weit: Der Petro ging in den Verkauf. Präsident Nicolás Maduro lobte den Start mit den blumigsten Worten: Staatschef Maduro stand im Präsidentenpalast Miraflores und erklärte überschwänglich – und wie erwartet

Warum Venezuela eine eigene Kryptowährung herausbring

Feb 18

Die meisten wollen nur noch weg: Wer Venezuela verlassen kann, geht, denn im Land selbst ist es für die meisten Menschen kaum noch möglich, sich mit dem Allernötigsten zu versorgen. Nahrungsmittel, Medikamente und andere Dinge des täglichen Bedarfs sind Mangelware. Viele Venezolaner hungern, viele finden ihre Nahrung auf dem Müll.

Es ist eine Flüchtlings-, Wirtschafts- und politische Krise, die in Deutschland kaum Beachtung findet. Die Nachbarländer Kolumbien und Brasilien haben kürzlich ihre Grenzkontrollen verstärkt, um Einreisende besser registrieren zu können und illegale Grenzübertritte zu verhindern. Alleine an einem Grenzübergang zwischen Kolumbien und Venezuela überqueren täglich, so wird berichtet, bis zu 37.000 Menschen die Grenze. Mehr als eine halbe Million Venezolaner leben demzufolge bereits in Kolumbien.

„Wayúu-Männer sind faul. Aber meiner hilft beim Kochen.“

Aug 1

In einer Wayúu-Siedlung

In einer Wayúu-Siedlung

Sie dachten, ich sei auch Ärztin. Ich hatte mich an eine Gruppe von Medizinern drangehängt, fast alles Freiwillige, die durch die Guajira reist, um die Kinder der Wayúu zu behandeln. Wenn sie nicht in die Siedlungen der Wayúu kommen, gibt es niemanden, der sich dort um die Gesundheit der Leute kümmert.

Die Ärzte und ihr Team bei der Arbeit

Die Ärzte und ihr Team bei der Arbeit

Die Guajira ist eine gottverlassene Region. Eine Halbwüste, heiß, windig, ohne große Infrastruktur, und seit Jahren regnet es dort kaum. Der Wind wirbelt die Erde auf, und bis zum Ende des Tages hat sie sich überall festgesetzt: auf dem Gesicht, unter der Kleidung, im Mund, zwischen den Zähnen. Unmöglich, sie loszuwerden.

Fließendes Wasser gibt es natürlich nicht, die Brunnen sind 130 Meter tief und führen nur Brackwasser, und wer sauberes Wasser will, muss dafür stundenlang in sengender Hitze durch die Gegend wandern. Wer Glück hat, kann ein Maultier mitnehmen, das gleich ein paar volle Kanister transportiert. Wer Pech hat, besitzt kein Maultier und geht mehrmals selbst, oder gibt sich mit der brackigen Brühe des Brunnens in der Nähe zufrieden. Hier wachsen vor allem Kakteen und Bäume mit sehr dünnen, fedrigen Blättern. Je weiter man nach Norden kommt, desto dürrer sind sie, und desto grauer, wegen des Staubs.

Boliviens Hausmädchen verschaffen sich Respekt

Jul 22

Casimira Rodríguez ist eine bewundernswerte Frau. Mit 13 Jahren wurde sie aus ihrem Heimatdorf in den bolivianischen Bergen in die Stadt geholt, um dort als Hausmädchen zu arbeiten. Es folgten Jahre voller Schikane und ohne Lohn. Aber sie hat sich befreit und hochgekämpft. Heute will sie als Politikerin die Arbeitsbedingungen und Lebensumstände der Armen verbessern.

Die Koks-Corporation

Jul 17

„Die Koks-Corporation“ ist der Titel einer Sendung auf DRadio Wissen, für die der Kollege Sven Preger mich interviewt hat – sehr zu meiner Ehre und Freude.

Was kostet es, wenn der Regen ausbleibt?

Dez 9

Pachacútec, Lima

Doña María, eine Nachbarin aus Pachacútec, kauft Wasser vom Tankwagen. Sie lagert es zunächst in offenen Fässern. Hygienisch ist das nicht.

In Lima ist das Wasser knapp. Die Stadt liegt in der Wüste, es regnet fast nie. In den Stadtrandgebieten wird Trinkwasser zu hohen Preisen per Tankwagen geliefert. So wie in Pachacútec, wo die hier gezeigten Fotos entstanden sind.